Mit einem Online-Ticketsystem wählen Gäste Datum und Uhrzeit, suchen ihre Tickets aus, bezahlen und bekommen ein E-Ticket mit QR-Code, während Sie sehen, wer kommt, und die Tickets am Eingang scannen. Für Touren, Attraktionen und Kurse verkauft es dieselbe Aktivität in Zeitfenstern, mit einer festen Zahl an Plätzen pro Termin.
Dieser Ratgeber erklärt, was beim Online-Ticketverkauf zur Online-Buchung dazukommt, worin er sich vom Ticketverkauf für Events unterscheidet, welche Ticketarten Sie anbieten sollten, wie Einlass mit Zeitfenster und Check-in per QR-Code funktionieren und was das kostet. Er richtet sich an Unternehmen, die Tickets für eine bestimmte Uhrzeit verkaufen, etwa Touranbieter, Attraktionen, Workshop-Studios, Escape Rooms und Anbieter von Verkostungen.
Was ist ein Online-Ticketsystem?
Ein Online-Ticketsystem ist eine Software, die auf einer Buchungsseite Tickets für ein festes Datum und eine feste Uhrzeit verkauft, die Zahlung annimmt, jedem Gast ein E-Ticket schickt und eine aktuelle Gästeliste führt. Es zählt die freien Plätze in jedem Zeitfenster mit, verkauft also nie mehr Tickets, als Sie Platz haben, und Ihr Team kann die Tickets am Tag selbst prüfen.
Sie begegnen dafür auch den Namen Ticketbuchungssystem, Ticketreservierungssystem oder Buchungs- und Ticketsystem. Alle beschreiben dieselbe Aufgabe: einen Platz zu einer festen Zeit verkaufen und ihn am Eingang prüfen. Auch Buchungssysteme und Reservierungssysteme erledigen diese Aufgabe, nur unter Namen aus anderen Branchen. Unser Ratgeber Was ist ein Buchungssystem? erklärt, wo welcher Name üblich ist.
Viele kleine Unternehmen verkaufen noch ohne. In Arivals Technology & Connectivity Report (Januar 2023, mehr als 3.500 Antworten von Anbietern) hatten fast die Hälfte aller Anbieter und drei von fünf kleinen Anbietern kein Online-Buchungssystem. Darunter waren mehr als die Hälfte der Touranbieter und jede vierte Attraktion.
So funktioniert der Online-Ticketverkauf
Die Buchung selbst funktioniert wie bei jedem Online-Buchungssystem. Gäste wählen eine Uhrzeit aus der aktuellen Verfügbarkeit und bezahlen oder wählen Bezahlung vor Ort, und während sie bezahlen, hält das System ihre Plätze fest. Unser Ratgeber Wie funktioniert ein Online-Buchungssystem? begleitet eine Buchung durch jeden Schritt. Drei Schritte gibt es nur beim Ticketverkauf:
- Sie legen Ticketarten und Preise fest. Zum Beispiel Tickets für Erwachsene, Kinder und Familien, einen Preis für private Gruppen und Extras wie ein Mittagessen oder ein Fotopaket.
- Jeder Gast bekommt ein E-Ticket. Die Bestätigungs-E-Mail verlinkt auf ein Ticket mit Buchungscode, QR-Code, Datum, Uhrzeit und Treffpunkt. Die Erinnerung vor der Aktivität enthält denselben Link.
- Sie prüfen die Tickets am Tag selbst. Sie scannen jeden QR-Code mit dem Handy oder haken Gäste auf der Gästeliste ab und erfassen, was noch zu zahlen ist.
Ticketverkauf für Events oder für Touren, Attraktionen und Kurse
Ticketplattformen für Events sind für einmalige Termine gebaut, etwa ein Konzert, eine Konferenz oder ein Festival. Jedes Event bekommt eine eigene Seite, eigene Ticketarten und oft einen Sitzplan. Das funktioniert gut, solange Sie einen Termin nach dem anderen verkaufen.
Touren, Attraktionen und Kurse verkaufen dieselbe Aktivität immer wieder. Eine Stadtführung, die eine Saison lang zweimal täglich stattfindet, hat Hunderte Zeitfenster. Auf einer Event-Plattform heißt das Hunderte Events oder ein Event mit einer langen Liste von Terminen, die Sie pflegen müssen. Ein Ticketsystem für Zeitfenster geht den umgekehrten Weg: Sie legen einmal einen Zeitplan fest, und das System legt die Zeitfenster im Voraus an und hält die Plätze in jedem davon aktuell.
Auch die Preise unterscheiden sich meist. Event-Plattformen nehmen oft eine Gebühr auf jedes Ticket. Die Preisseite von Eventbrite nennt zum Beispiel eine Servicegebühr von 3,7 % + 1,79 $ pro bezahltem Ticket plus eine Gebühr für die Zahlungsabwicklung von 2,9 % pro Bestellung, die standardmäßig die Käufer zahlen (Stand: Oktober 2026). Buchungssysteme für Aktivitäten berechnen häufiger einen Monatstarif, einen Prozentsatz der Online-Zahlungen oder beides.
| Ticketverkauf für Events | Ticketverkauf nach Zeitfenster | |
|---|---|---|
| Was Sie verkaufen | Einmalige Events | Dieselbe Aktivität zu festen Zeiten, immer wieder |
| Wie Sie Termine anlegen | Ein Event nach dem anderen | Ein Zeitplan, der Zeitfenster im Voraus anlegt |
| Kapazität | Pro Event, oft mit Sitzplätzen | Pro Zeitfenster, oft mit gemeinsamem Guide, Boot oder Raum |
| Typische Preise | Eine Gebühr auf jedes Ticket | Ein Monatstarif, ein Prozentsatz der Online-Zahlungen oder beides |
| Geeignet für | Konzerte, Konferenzen, Festivals | Touren, Attraktionen, Kurse, Workshops, Verkostungen, Escape Rooms |
Wenn Sie beides anbieten, etwa einen wöchentlichen Kurs und ein einmaliges Abendevent, kann ein Ticketsystem für Zeitfenster das Event meist als zusätzliches Zeitfenster verkaufen.
Welche Ticketarten sollten Sie verkaufen?
Mit Ticketarten zahlen Gäste für dasselbe Zeitfenster unterschiedliche Preise. Beginnen Sie mit so wenigen, wie Ihre Gäste brauchen, denn jede zusätzliche Auswahl bremst die Buchung.
- Standardtickets: Erwachsene, Kinder, Studierende, Senioren oder Familien. Jedes belegt einen Platz, ein Familienticket auch mehrere.
- Private Gruppe: ein Preis für das ganze Zeitfenster, sodass eine Gruppe die Tour, das Boot oder den Raum für sich allein hat.
- Extras: Zusatzleistungen wie ein Mittagessen, ein Fotopaket oder Leihausrüstung. Sie belegen keinen Platz.
- Kostenlose Tickets: ein Preis von 0 für Kleinkinder, Begleitpersonen oder eine kostenlose Tour, damit Sie trotzdem wissen, wie viele Personen kommen.
Halten Sie die Namen einfach, etwa "Erwachsene" oder "Kinder (4 bis 12)", und schreiben Sie dazu, was jedes Ticket enthält. Gilt für ein Ticket eine Regel, etwa eine Altersgrenze, gehört sie in den Namen oder die Beschreibung, nicht ins Kleingedruckte.
Einlass mit Zeitfenster und Kapazität: nie mehr verkaufen, als Platz ist
Einlass mit Zeitfenster heißt: Jedes Ticket gilt für eine feste Startzeit, nicht nur für einen Tag. Das verteilt die Gäste über den Tag, verkürzt die Schlangen am Eingang und verhindert, dass ein Raum, ein Boot oder eine Tour über die eigene Grenze hinaus voll wird.
Ein gutes Online-Ticketsystem steuert die Kapazität auf drei Arten:
- Plätze pro Zeitfenster. Jedes Zeitfenster hat eine bestimmte Zahl an Plätzen, und der Verkauf endet, wenn sie vergeben sind.
- Gemeinsame Ressourcen. Brauchen zwei Aktivitäten denselben Guide, dasselbe Boot oder denselben Raum, verhindert das System, dass beide zur selben Zeit gebucht werden.
- Ein Buchungsschluss. Der Online-Verkauf endet eine festgelegte Zeit vor dem Start, damit niemand fünf Minuten vor der Abfahrt bucht.
Buchungen, die Ihr Team von Hand einträgt, etwa eine telefonische Buchung oder ein spontaner Gast, gehen von denselben Plätzen ab. Genau das verhindert Doppelbuchungen: eine einzige Liste mit Plätzen, egal wer bucht. Attraktionen und Museen sehen auf unserer Seite Ticketsystem für Museen, wie Einlass mit Zeitfenster funktioniert, Touranbieter auf unserer Seite Buchungssystem für Touren.
E-Tickets und Check-in per QR-Code
Ein E-Ticket ist der Buchungsnachweis, den ein Gast auf dem Handy zeigt. Es ersetzt Papiertickets und ausgedruckte Listen und enthält alles, was der Gast am Tag selbst braucht.
Ein gutes E-Ticket zeigt:
- den Buchungscode und einen QR-Code zum Scannen
- das Datum, die Startzeit und den Treffpunkt, mit einem Link zur Karte
- was der Gast gebucht hat und ob noch etwas zu zahlen ist
- was mitzubringen ist und gegebenenfalls einen Haftungsausschluss, den der Gast vor der Ankunft unterschreibt
- eine Möglichkeit, die Buchung im Rahmen Ihrer Bedingungen zu verschieben oder zu stornieren
Für den Check-in brauchen Sie keine spezielle Hardware. Bei den meisten Systemen scannen Sie den QR-Code mit der Handykamera, und die Buchung öffnet sich mit einem Button zum Einchecken. Lässt sich ein Code nicht scannen, tippen Sie stattdessen den Buchungscode ein. Bei einer Gruppe checkt ein Scan alle ein, oder nur die Personen, die schon da sind.
Am Tag selbst zeigt die Gästeliste jedes Zeitfensters, wer eingecheckt ist, wer noch fehlt und wer noch etwas zahlen muss. Spontane Gäste tragen Sie direkt vor Ort ein, damit Liste und Kapazität stimmen. Nach dem Start markieren Sie alle, die nicht gekommen sind, als No-Show, und haben so echte Zahlen, mit denen Sie arbeiten können. Unser Ratgeber zum Thema No-Shows reduzieren erklärt, was Sie damit anfangen.
Was kostet ein Online-Ticketsystem?
Online-Ticketsysteme rechnen auf drei Arten ab: mit einer Gebühr auf jedes Ticket, einem Prozentsatz der Online-Zahlungen oder einem Monatsabo, oft mit einem der beiden anderen Modelle zusätzlich. Die Kartengebühren Ihres Zahlungsanbieters kommen in jedem Fall dazu. Unsere Ratgeber zu den Kosten eines Buchungssystems und zu Online-Zahlungen zeigen, wie Sie die Kosten für einen normalen Monat durchrechnen.
Checkliste: Online-Ticketsysteme vergleichen
| Frage | Worauf Sie achten sollten |
|---|---|
| Kann ich Zeitfenster verkaufen, nicht nur Events? | Ein Zeitplan, der Zeitfenster im Voraus anlegt |
| Welche Ticketarten kann ich anlegen? | Erwachsene und Kinder, private Gruppe, Extras, kostenlose Tickets |
| Verhindert es Überbuchungen? | Plätze pro Zeitfenster, gemeinsame Ressourcen, ein Buchungsschluss |
| Wie bekommen Gäste ihr Ticket? | Eine E-Mail mit einem Link zu einem E-Ticket mit QR-Code |
| Kann ich Tickets mit dem Handy prüfen? | Scannen mit der Kamera, Suche nach dem Buchungscode, Check-in für Gruppen |
Das sind die Fragen, auf die es bei Tickets ankommt. Unser Ratgeber, wie Sie ein Buchungssystem auswählen, behandelt alles Weitere, etwa Zahlungen, Zugänge fürs Team und die Kosten für einen normalen Monat.
So funktioniert der Ticketverkauf mit TicketPa
TicketPa ist ein Buchungssystem für Unternehmen, die Zeitfenster verkaufen, etwa für Touren, Attraktionen, Kurse, Workshops, Escape Rooms und Verkostungen. Sie legen einen Zeitplan fest, und TicketPa legt die Zeitfenster etwa vier Monate im Voraus an, jedes mit seiner eigenen Zahl an Plätzen. Einmalige Termine wie ein Abendevent tragen Sie im Kalender ein.
Jede Aktivität kann Ticketarten haben, etwa für Erwachsene und Kinder, einen Preis für private Gruppen, Extras und kostenlose Tickets. Ressourcen verhindern, dass ein Guide, ein Boot oder ein Raum zur selben Zeit doppelt gebucht wird. Gäste buchen auf einer Buchungsseite in 15 Sprachen, zahlen online per Karte oder PayPal oder vor Ort und bekommen per E-Mail ein E-Ticket mit QR-Code, Treffpunkt und Karte. Vor der Aktivität geht eine Erinnerung hinaus, und Gäste können im Rahmen Ihrer Bedingungen verschieben oder stornieren.
Am Tag selbst scannt Ihr Team Tickets mit der Handykamera oder tippt den Buchungscode ein, checkt eine ganze Gruppe oder einen Teil davon ein, trägt spontane Gäste ein und erfasst Zahlungen vor Ort. TicketPa verkauft Plätze in Zeitfenstern und hat keine Sitzpläne, ein Theater mit nummerierten Plätzen braucht also Ticketsoftware für Events.
Die Tarife beginnen bei 19 € im Monat plus 2 % der Online-Zahlungen, ohne feste Gebühr pro Ticket, und Buchungen mit Bezahlung vor Ort sind gebührenfrei. Sehen Sie sich alle Funktionen oder die Tarife im Vergleich an.



